Die Neue­rung: Wer gegen eine Abfin­dung auf ein Nieß­brauch­recht an einer ver­mie­te­ten Immo­bi­lie ver­zich­tet, erzielt dadurch grund­sätz­lich steu­er­ba­re Ein­künf­te (steu­er­pflich­ti­ge Ent­schä­di­gung nach §§ 21, 24 EStG).

Bis­he­ri­ge Pra­xis: Eine Gegen­leis­tung für den Ver­zicht auf einen Nieß­brauch wur­de als nicht steu­er­ba­re Ver­mö­gens­um­schich­tung gewer­tet.

Kein Zwang nötig: Für die Steu­er­bar­keit ist es künf­tig uner­heb­lich, ob die Ablö­sung unter einem recht­li­chen oder wirt­schaft­li­chen Druck statt­ge­fun­den hat.

Über­gangs­frist: Die Finanz­ver­wal­tung wen­det die alte, steu­er­lich güns­ti­ge­re Pra­xis wei­ter­hin an – aber nur bis zum Tag der Ver­öf­fent­li­chung des BFH-Urteils im Bun­des­steu­er­blatt (BStBl).