Von der E‑Au­to-För­de­rung bis zur Grund­steu­er: So spa­ren Sie Steu­ern – und ver­mei­den teu­re Feh­ler 

Das neue Jahr bringt nicht nur gute Vor­sät­ze, son­dern auch wich­ti­ge steu­er­li­che Neue­run­gen mit sich. Ob Sie als Arbeit­ge­ber, Immo­bi­li­en­be­sit­zer, Unter­neh­mer oder Pri­vat­per­son unter­wegs sind: Die­se neun Punk­te kön­nen Ihnen bares Geld spa­ren – oder vor bösen Über­ra­schun­gen bewah­ren. Hier kom­men die wich­tigs­ten Steu­er­in­fos für Ihren All­tag, kom­pakt und pra­xis­nah auf­be­rei­tet. 

1. E‑Dienstwagen: Pau­scha­len ade – jetzt gilt der Ein­zel­nach­weis! 

Was sich 2026 ändert: Bis Ende 2025 konn­ten Arbeit­ge­ber ihren Mit­ar­bei­ten­den steu­er­freie Pau­scha­len (30–90 €/Monat) für das pri­va­te Laden von E‑Dienstwagen erstat­ten. Ab 1. Janu­ar 2026 ist Schluss damit! Nur noch die tat­säch­lich ent­stan­de­nen Lade­kos­ten sind steu­er­frei erstatt­bar – und das auch nur mit Ein­zel­nach­weis. 

Aus­nah­me: Das Auf­la­den am betrieb­li­chen Lade­punkt bleibt steu­er­frei. 

Tipp: Doku­men­tie­ren Sie ab sofort alle Lade­vor­gän­ge, um kei­ne Nach­tei­le zu haben. 

2. Gebäu­de­sa­nie­rung: Erhal­tungs­auf­wand oder Her­stel­lungs­kos­ten? 

Ach­tung Inves­to­ren! Bei Sanie­run­gen von betrieb­lich genutz­ten oder ver­mie­te­ten Immo­bi­li­en ent­schei­det die Ein­stu­fung der Kos­ten, ob Sie die­se sofort abset­zen oder über Jah­re abschrei­ben müs­sen. Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat hier­zu neue Leit­li­ni­en ver­öf­fent­licht. 

Pra­xis­tipp: Las­sen Sie vor Bau­be­ginn steu­er­lich prü­fen, wie Sie die Kos­ten opti­mal gel­tend machen kön­nen – das kann Ihre Liqui­di­tät deut­lich ver­bes­sern. 

3. Steu­er­erklä­rung 2025: Die­se Fris­ten lau­fen! 

Mer­ken Sie sich: 
31. Juli 2026: Abga­be­frist, wenn Sie die Erklä­rung selbst machen. 
1. März 2027: Frist bei Erstel­lung durch einen Steu­er­be­ra­ter. 

Aus­nah­me: Nur bei schwe­rer Erkran­kung oder ande­ren Här­te­fäl­len gibt es Ver­län­ge­run­gen. 

4. Grund­steu­er: Mel­de­pflicht bis 31. März 2026! 

Wer betrof­fen ist: Grund­stücks­ei­gen­tü­mer müs­sen Ände­run­gen (Neu­bau, Anbau, Kern­sa­nie­rung, Abriss, Nut­zungs­än­de­rung) dem Finanz­amt mel­den – bis spä­tes­tens 31. März 2026 für Ände­run­gen aus 2025. 

Wie? Über ELS­TER mit dem For­mu­lar „Grund­steu­er­än­de­rungs­an­zei­ge“. 
War­um? Ver­säum­nis­se kön­nen zu Nach­zah­lun­gen füh­ren. 

5. Grund­steu­er-Erlass bei Miet­aus­fäl­len: Bis zu 50 % spa­ren! 

Chan­ce für Ver­mie­ter: Bei nicht selbst ver­schul­de­ten Miet­aus­fäl­len (z. B. durch Leer­stand oder Zah­lungs­aus­fäl­le) kön­nen Sie einen teil­wei­sen Erlass der Grund­steu­er bean­tra­gen: 

  • Mehr als 50 % Miet­aus­fall: 25 % Erlass 
  • Voll­stän­di­ger Miet­aus­fall: 50 % Erlass 

Frist: Antrag bis 31. März 2026 bei der Gemein­de stel­len. 

6. Fami­liä­re Geld­ge­schen­ke: Vor­sicht vor der Schen­kung­steu­er! 

Aktu­el­les Urteil: Ein Vater schenk­te sei­nem Sohn über die Jah­re immer wie­der Geld – ins­ge­samt mehr als 400.000 €. Das Finanz­ge­richt ent­schied: Auch „Gele­gen­heits­ge­schen­ke“ zäh­len zum Schen­kungs­frei­be­trag! Wird die­ser über­schrit­ten, fällt Schen­kung­steu­er an. 

Tipp: Doku­men­tie­ren Sie Geschen­ke und nut­zen Sie den Frei­be­trag (400.000 € pro Eltern­teil alle 10 Jah­re) stra­te­gisch. 

7. FAQ des Finanz­mi­nis­te­ri­ums: Kein Rechts­si­cher­heits­ga­rant! 

Wich­tig zu wis­sen: Die FAQs des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums sind hilf­reich – aber nicht rechts­ver­bind­lich. Im Streit­fall zählt allein das Gesetz. Las­sen Sie sich im Zwei­fel pro­fes­sio­nell bera­ten. 

8. Tur­bo­ab­schrei­bung für Elek­tro­au­tos: Jetzt auch für Gebraucht­wa­gen! 

Gute Nach­richt für Unter­neh­mer: Seit Juli 2025 kön­nen 75 % der Anschaf­fungs­kos­ten für rei­ne Elek­tro­au­tos im ers­ten Jahr abge­schrie­ben wer­den – auch bei gebrauch­ten Fahr­zeu­gen! Das spart Steu­ern und för­dert die Elek­tro­mo­bi­li­tät. 

9. Vor­aus­zah­lun­gen: Jetzt prü­fen und spa­ren! 

So geht’s: Hat das Finanz­amt zu hohe Vor­aus­zah­lun­gen für 2026 fest­ge­setzt? Dann stel­len Sie bis 05. Mai einen Antrag auf Her­ab­set­zung der Vor­aus­zah­lun­gen ab dem 2. Quar­tal – mit einer rea­lis­ti­schen Gewinn­pro­gno­se als Begrün­dung. 

Unser Fazit: Jetzt han­deln, Steu­ern spa­ren! 

Vie­le die­ser The­men erfor­dern schnel­les Han­deln – sei es bei der Mel­dung von Grund­stücks­än­de­run­gen, der Bean­tra­gung von Erläs­sen oder der Doku­men­ta­ti­on von Lade­kos­ten. Eine früh­zei­ti­ge steu­er­li­che Bera­tung hilft, Poten­zia­le zu nut­zen und Risi­ken zu ver­mei­den. 

Fra­gen Sie sich: 

  • Haben Sie alle Fris­ten im Blick? 
  • Nut­zen Sie alle Abschrei­bungs­mög­lich­kei­ten? 
  • Sind Ihre Vor­aus­zah­lun­gen noch aktu­ell? 

Wir unter­stüt­zen Sie ger­ne bei der Umset­zung!